Austrofred ist weit mehr als eine musikalische Kunstfigur: Er ist ein schillerndes Gesamtkunstwerk zwischen Pop-Mythologie, Austropop, Literatur und kabarettistischer Selbstinszenierung. Als „Champion“ verwandelt er die großen Gesten von Freddie Mercury in eine unverwechselbar österreichische Form der Popkultur – mit oberösterreichischem Schmäh, präzisem Sprachwitz und einem feinen Gespür für die Absurditäten des Alltags.
Seine Programme verbinden Musik, Performance und Reflexion: Queen trifft auf Austropop, Glamour auf Provinz, Pathos auf Ironie. Daraus entsteht ein kluges Spiel mit Identität, Starkult und kultureller Übersetzung, das gleichermaßen unterhält wie kommentiert. Ob auf der Konzertbühne, bei Lesungen oder in seinen Büchern – Austrofred bewegt sich souverän zwischen Hochkultur und Unterhaltung, zwischen großer Pose und pointierter Beobachtung.
Christian Fetish ist die Wiedergeburt eines Geistes aus den Abgründen der 90er – und zugleich seine radikale Neuerfindung. Hinter diesem Alter Ego steht Christian Fuchs, einst Frontmann von Fetish 69, der den Industrial Rock in Österreich mitgeprägt hat, als Bands wie Nine Inch Nails oder Godflesh die Welt in Schutt und Klang zerlegten.
Mit AURA NERA kehrt er zurück – inspiriert von Dante, von Eugene Thackers kosmischem Pessimismus, von der Idee, dass der Mensch im Universum nichts weiter ist als Staub. Eine düstere, vibrierende Vision von Gegenwart: politisch, existenziell, zutiefst persönlich.
Hier treffen pumpende Beats auf schneidende Gitarren, okkulter Industrial-Pop auf nihilistische Fragmente. Schlaflosigkeit, Verlust, Verrohung – alles wird Material. Alles wird Klang.
Unterstützt von einer Allianz aus Szene-Veteran:innen und radikalen Stimmen entsteht ein Werk, das Vergangenheit und Gegenwart kollidieren lässt – nicht nostalgisch, sondern konfrontativ, fiebrig, gefährlich.
Und live?
Ein Versprechen: Leder, Nebel, Körper, Lärm.
Ein Zustand zwischen Club, Ritual und Kontrollverlust.
Christian Fetish ist keine Performance.
Es ist die Manifestation der Dunkelheit, die längst in der Luft liegt.
Ein Klangkörper wie ein Sturm aus Beton und Emotion.
Moving as a Giant, ein Trio aus Murska Sobota, erschaffen keine Songs – sie errichten Klangmonolithen, die zwischen Noise, Fuzz und zerbrechlicher Melodie oszillieren.
Getragen von der eindringlichen Stimme von Bojana Pejanović entfaltet sich eine Musik, die gleichzeitig verletzlich und vernichtend wirkt. Massive Gitarrenwände, pulsierende Rhythmen und unheilvoll schwebende Synths verschmelzen zu einem Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Ihr selbstbetiteltes Debüt (KAPA Records, 2024) ist kein Album, sondern ein Statement: kompromisslos, roh, intensiv. Live steigert sich diese Energie ins Körperliche – ein Zustand zwischen Ekstase und Kontrollverlust.
„Raw music without additives… subtle melodies and pure noise.“
„Eines der stärksten Statements der heimischen Szene der letzten Jahre.“
OvO sind kein Konzert. OvO sind ein Angriffszustand.
Seit über zwei Jahrzehnten treiben Stefania Pedretti und Bruno Dorella ihr Publikum durch ein Inferno aus Noise, Doom und roher Körperlichkeit. Ihre Musik ist reduziert auf das Wesentliche – Schlag, Verzerrung, Stimme – und genau darin liegt ihre zerstörerische Kraft.
Was entsteht, ist ein archaisches Ritual: minimal, brutal, transzendent.
Ein Sound, der nicht gefallen will, sondern überwältigt, zermalmt und transformiert.
ACHTUNG - OVO spielen am 30.8. auch live im Stadtkino Villach und performen zum Film "Inferno"
stehen für eine radikal eigensinnige Form zeitgenössischer harter Tanzmusik: elektronisch, körperlich, kunstaffin und zugleich von roher Live-Energie getrieben. Das Duo um Stimm- und Noiseakrobat Ottó Horváth und Daniel Schatz arbeitet seit 2017 an einem Sound, der sich einfachen Zuschreibungen entzieht – zwischen elektronischen Beats, hypnotischen Bläsersätzen, komplexen Polyrhythmen, experimentellem Punk, Jazz, Noise Rock und tribalistischer Ekstase.
Auf „Mont Pulverin Society“ verdichtet sich dieser Ansatz zu vier Stücken, die mehr behaupten als bloß Genre: Es ist Musik als physische Versuchsanordnung, als dadaistische Tanzfläche und als lustvolle Dekonstruktion von Songform, Sprache und Klang. PULVERIN verbinden erweiterte Stimmtechniken, Elektronik, Loops, Samples, Posaune und Trompete zu einem eigenwilligen Ritual aus Humor, Hedonismus und Widerstandsgeist. Das Ergebnis ist gleichermaßen intellektuell verschroben wie unmittelbar tanzbar – ein Sound, der nicht glättet, sondern Reibung produktiv macht.
...und noch mehr!!!